Durchbruch im Kampf gegen die Varroa?

(Quelle SRF) Die Varroa-Milbe ist einer der Faktoren, der die Gesundheit von Bienenvölkern am meisten beeinträchtigt. Nun berichten deutsche Forscher in einer Publikation, sie hätten in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Forscher Vincent Dietemann von Agroscope ein Mittel gegen die Milbe gefunden. Die Forscher aus Hohenheim arbeiteten eigentlich an der Entwicklung eines aufwändigen genetischen Verfahrens gegen den Bienenschädling. Dabei entdeckten sie per Zufall, dass eine ihrer einfachen Hilfschemikalien, nämlich Lithiumchlorid, den Varroa-Milben zusetzt, nicht aber den Bienen selber. Die Forscherinnen und Forscher vermischten daraufhin das Lithiumchlorid mit Zucker und verfütterten es an die Bienen. Das Resultat war beeindruckend: Für die Bienen ist es offensichtlich nicht schädlich, aber es tötet 90 Prozent der Milben. Als nächstes müssen die Forscherinnen und Forscher nun prüfen, ob auch die jüngeren, empfindlicheren Bienen das Lithiumchlorid gut vertragen und ob keine Reste davon später im Honig gefunden werden. Lithium wird übrigens auch als Medikament für Menschen eingesetzt. Rückstände davon dürfen darum auf keinen Fall in Lebensmitteln gefunden werden.